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Herzlich Willkommen
Quotenneger für den Vorstand  E-Mail
Tuesday, 3. May 2011

Der SPD-Bundesvorstand bekommt also demnächst eine Migrantenquote.

Ich bin in der Tat durchaus dafür, dass man ein Problem durch Regeln anfasst. Die Regel, dass ein bestimmter Bevölkerungsanteil seinem Anteil entsprechend Beachtung bei der Vergabe von Ämtern und Funktionen; insbesondere aber auch von Arbeit finden muß, ist dabei nicht die Schlechteste.
Entsprechend sinnvoll könnte eine Satzungsregel einer Partei oder eines Vereins sein, wonach eine bestimmte Mitgliedergruppe ihrem Anteil entsprechend im Vorstand vertreten sein muß.

Hat die SPD nun diesen Schritt getan, indem sie eine Migrantenquote von immerhin 15% zukünftig in ihren Bundesgremien einführen will?

Warum will Gabriel nun eine 15%-Quote, wenn der Mitgliederanteil "nur" 14% beträgt?
Warum beschränkt sich die Quote auf die Gremien der Bundespartei?

Mir erscheint es als recht billige Symbolpolitik gegenüber dem Verhalten in der Auseinandersetzung mit Sarrazin.

Sarrazin übersteht ein Ausschlußverfahren nach dem nächsten, weil die "Spitzen" der SPD glauben, dass ein beachtlicher Teil der Mitgliedschaft dessen Anschauungen teilt. Sie glauben offenbar weiter, dass solche Anschauungen von ihnen besser verwaltet werden können, als von anderen politischen Kräften.

Lauscht man weiter den Worten des DGB Vorsitzenden zum Thema Arbeitnehmer-Freizügigkeit, muß einem beinahe wieder Angst und Bange werden.

Das Ressentiment wird bedient, wo immer es vermutet wird.
Vielleicht sind die Zielgruppen der Sozialdemokratie und der Gewerkschaftsbewegung gar nicht so asozial, wie ihre Führer vermuten.

Ich hoffe das.

 
1. Mai  E-Mail
Sunday, 1. May 2011

Heute bin ich nach vielen Jahren mal wieder auf "die" Mai-Demonstration gegangen.
Zunächst war ich in der Tat positiv überrascht, dass doch immerhin etwa 250 bis 300 Teilnehmer sich eingefunden hatten.
Nun gut - Recklinghausen ist ein Dorf mit gut 110.000 Einwohnern. Die DGB Region Emscher-Lippe leidet wie alle anderen unter der Veränderung des homo politicus.
Da muß man dann wohl mit einem verdi-Transparent auf einer Gewerkschaftsveranstaltung schon zufrieden sein.

Der Rest war die Präsentation der üblichen "Marken" im Wettbewerb um die Arbeiterklasse. Da hingen dann die Fähnchen im Wind und die Träger mußten sich wegen desselben ziemlich anstrengen.

Man hätte auch etwas Inhaltliches sagen können.

 
Thilo Sarrazin  E-Mail
Thursday, 9. September 2010

Wer ist Thilo Sarrazin?
Bundesbankvorstand und Diplomvolkswirt. Klingt erstmal nicht schlimm.
Daneben ist er aber auch noch Buchautor.
Mit wissenschaftlichem Anspruch präsentiert er der geneigten Öffentlichkeit Wahrheiten.

Angeblich brauchte es ihn, damit diese endlich ausgesprochen werden.
Das sagen jedenfalls all die, die die Wahrheiten schon immer gekannt haben.

Über die Schwierigkeiten mit der Integration - diejenigen, die die Aufnahmegesellschaft hat und diejenigen, die die Zuwanderer haben, bedarf es ohne Zweifel eines offenen Diskurses.

Was zeichnet einen solchen aus?

Die Stigmatisierung ist es jedenfalls nicht.
Und genau das, und nur das liefert Sarrazin.

Eigentlich sollte man diesen Finanzgenetiker nicht einmal ignorieren.

 
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