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Kinderbetreuung und Nazivergleich PDF  | Drucken |  E-Mail
Friday, 18. December 2009

Was dem einen seine Autobahnen sind dem anderen die Kinderhorte, meint jedenfalls Armin Laschet , wenn er einmal mehr zur Gleichsetzung historisch einzigartiger Erscheinungen beizutragen versucht.

 Es ist schon erstaunlich, die gesellschaftliche Begründung des staatlichen Betreuungs- und Erziehungsangebotes selbst als Familienminister nicht wirklich verstehen zu können.
Genauso erstaunlich übrigens, wie die These, die Kinderhorte in der DDR seien qualitativ höherwertig als die Kinderbetreuung in NRW.

Kinderziehung in  Deutschland ist in erste Linie Selektion. Das Ziel ist die Bestenauswahl für die wichtigen Aufgaben im Leben.

Wer möglichst früh lernt, die Antworten auf die noch nicht gestellten Fragen zum richtigen Zeitpunkt zu bringen, der wird es weit bringen. Der Rest ist halt irgendwie bildungsfern.

Armin Laschet hat nicht ganz zuunrecht beobachtet, dass in der DDR die Kinder ihren Eltern entzogen und einem staatlichen Bildungs- und Erziehungssystem zugeführt wurden.

Da sei dann doch die Frage erlaubt, was NRW mit dem KIBIZ und der Betreuung für Unter-Dreijährige anbietet oder vielleicht oktroyiert?

 Wie war es nun in der DDR? Wie ist es heute? Wollten sich da oder dort Frauen verwirklichen oder mußten sie hinzuverdienen? Beides echte Hindernisse für die mütterliche Fürsorge? Oder ist es vielleicht eine durchaus zutreffende pädagogische Erkenntnis, dass Einzelkinder im frühzeitigen Kontakt mit Gleichaltrigen bessere Entwicklungsmöglichkeiten finden?

Wären da bloß nicht die Fremdbetreuer mit ihren wie auch immer gerade aktuellen Erziehungsvorstellungen.

 
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